Welche Kosten fallen bei einem Ratenkredit an?

Bei einem Ratenkredit fallen überschaubare Kosten und Gebühren an, die wir Ihnen im Folgenden erläutern.

Zinsen

Als erstes fallen Zinsen für den Kredit an. Die Höhe der Zinsen bei Ratenkrediten unterscheidet sich von Bank zu Bank, nach der aktuellen Marktlage, dem allgemeinen Zinsniveau und bei bonitätsabhängingen Kreditzinsen auch von der Kundenbonität. Bei uns finden Sie dazu einen Vergleich, in dem die aktuellen Zinsen gelistet sind. Ratenkredite, die über das Internet bezogen werden, kosten im Bereich von 3 % bis 18 % pro Jahr Zinsen. Das heißt auf gut deutsch: Für eine Kreditsumme von 100 Euro müsste man pro Jahr zwischen 3 Euro und 18 Euro an Zinsen bezahlen. Da aber mit jeder gezahlten Rate die Kreditsumme kleiner wird, werden auch fortlaufenden die Kosten für die Zinsen kleiner.

Im o.g. Beispiel meinen wir den effektive Jahreszins, in den soweit die Bearbeitungsgebühren und ggf. Kontoführungsgebühren eingerechnet sind. Macht die Bank eine Restschuldversicherung zur Bedingung, dann müssen diese Versicherungskosten berücksichtigt werden.

Ratenkreditrechner mit aktuellen Kreditzinsen


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Auch Einzelhändler, Kaufhäuser und Versandhäuser bieten Ratenkredite zur Produktfinanzierung an. Bei diesen Krediten sind die Zinssätze ebenso sehr unterschiedlich. Manchmal subventionieren die Händler die Finanzierungszinsen durch einen Aufschlag beim Produktpreis. Bei einem Neuwagenkauf werden teilweise Sonderkonditionen gewährt, die sog. Nullprozentfinanzierung. Damit soll das Neuwagengeschäft angekurbelt werden, indem die Finanzierung augenscheinlich sehr billig wirkt.

Bearbeitungsgebühren

Ein weiterer Kostenpunkt bei Ratenkrediten sind die Bearbeitungsgebühren. Diese betragen zwischen 0 bis 3% der Darlehenssumme und können somit bei größeren Darlehensbeträgen ein paar hundert Euro ausmachen. Die Höhe der Bearbeitungsgebühr richtet sich bei einigen Instituten nach der Darlehenshöhe, bei anderen nach der Laufzeit. So werden für kleinere Kredite, die zudem nur eine kurze Laufzeit aufweisen, manchmal przentual höhere Gebühren berechnet. Das liegt daran, weil die verdienten Zinsen im Verhältnis zum Aufwand der Vertragserstellung und der Kundenberatung sehr gering sind. Bei höheren Beträgen über 10.000 Euro wird in einigen Fällen sogar ganz auf die Bearbeitungsgebühr verzichtet. Ob die Bank eine Bearbeitungsgebühr verlangt oder nicht: Eigentlich ist es egal, da diese Kosten bereits im effektiven Jahreszins abgebildet sind! Die Bearbeitungsgebühren kommen also nicht zusätzlich zum Effektivzins hinzu.

Kontoführungsgebühren

In der Regel fallen keine weiteren Gebühren für Ratenkredite an. Nur wenige Institute berechnen noch Kontoführungsgebühren für das Kreditkonto oder Gebühren für die Zusendung von Kontoauszügen.

Restschuldversicherung

Manchmal kann eine Restschuldversicherung als Voraussetzung für den Abschluss des Kredites gelten. Banken dürfen durchaus diese Restkreditversicherung verlangen. Sofern diese von der Bank explizit gefordert wird, müssen die Beiträge auch in den effektiven Jahreszins eingerechnet werden. Dies ist jedoch nicht notwendig, wenn die Versicherung vom Kunden freiwillig abgeschlossen wird.