Welche Laufzeit wählt man bei Ratenkrediten?

Ratenkredite können mit verschieden langen Laufzeiten abgeschlossen werden. Sie reichen von 6 Monaten bis hin zu 84 Monaten (7 Jahre). Vereinzelte Banken erweitern die Laufzeit sogar auf bis zu 120 Monate (10 Jahre). Grundsätzlich ist das der Zeitraum zwischen der Auszahlung des Kreditsumme bis zur vollständigen Rückzahlung. Die Laufzeit ist demnach auch als Tilgungszeit anzusehen.

Kurze Laufzeiten:

  • 6 Monate
  • 12 Monate
  • 24 Monate
  • 36 Monate

Lange Laufzeiten:

  • 48 Monate
  • 60 Monate
  • 72 Monate
  • 84 Monate

Verlängerte Laufzeiten (selten):

  • 96 Monate
  • 108 Monate
  • 120 Monate
Ratenkreditrechner mit aktuellen Kreditzinsen


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Zusammenhang von Kreditrate und Laufzeit

Die Höhe einer Kreditrate bemisst sich nicht nur am Kreditzins, sondern vielmehr nach der gewählten Laufzeit. Wählt man eine längere Laufzeit, wird die monatliche Kreditrate kleiner. Hat man eine kurze Kreditlaufzeit vereinbart, dann zahlt man eine höhere Monatsrate. Probieren Sie es mit unserem anonymen Ratenkredit-Rechner einmal aus. Je nach den finanziellen Möglichkeiten kann man nun ausbalancieren, wie ob man eine höhere monatliche Belastung möchte um den Kredit schneller zu tilgen – oder ob man lieber über einen längeren Zeitraum eine kleinere Monatsrate zahlt. Somit lässt sich durch die Wahl einer optimalen Kreditlaufzeit der Kredit an die eigenen finanziellen Möglichkeiten anpassen. Mit welchen Laufzeiten einzelne Kredite erhältlich sind, können Sie leicht aus unserem Ratenkredit-Vergleich herauslesen.

Zinsbindung bei Ratenkrediten

Bei Ratenkrediten wird der Sollzins für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Demnach ist die Zinsbindung bei einem Konsum- und Verbraucherkredit auch laut Verbraucherkreditrichtlinie identisch mit der Laufzeit der Rückzahlung. Bei einer Baufinanzierung kann das anders sein. Hier wird die Zinsbindung ggf. für eine kürzere Zeit festgeschrieben.

Ausrichtung der Laufzeit nach der Halbwertszeit des Produktes

Die Laufzeit eines Kredites sollte jedoch nicht zu lang gewählt werden. Denn die Kosten für die Zinsen steigen, je länger die Rückzahlungsphase ist.

Insbesondere, wenn über Ratenkredite ein Auto oder Möbel finanziert werden, sollte sich die Kreditlaufzeit an der Halbwertzeit der finanzierten Konsumgüter orientieren. Das ist vor allem deshalb wichtig, weil der Kredit ansonsten noch besteht, wenn das Auto nicht mehr verwendet wird oder dessen Restwert bereits deutlich unter der Restkreditsumme liegt. Als Kreditnehmer würde man dann für ein Produkt noch bezahlen, das zwischenzeitlich bereits wieder ersetzt werden könnte. Gleichzeitig müsste man bereits wieder einen neuen Kredit abschließen, um das Nachfolgemodell zu finanzieren. Dies führt dann zu einer unsinnigen Doppelbelastung.

Aus diesem Grund werden Finanzierungen für einen Autokredit selten länger als für 5 Jahre abgeschlossen. Finanzierungen im Elektronikmarkt oder Möbelgeschäft werden auf maximal 3 bis 4 Jahre begrenzt. Hier sollte man also ruhig einmal mehr überlegen, ob man wirklich auf eine Kreditfinanzierung setzt oder man lieber wartet, bis man das Geld zusammengespart hat. Wer mit einer kurzen Laufzeit zurechtkommt, hat dann auch wieder eher Zeit, Geld zu sparen, um die nächste größere Anschaffung nicht mehr finanzieren zu müssen.

Ist es jedoch ein Darlehen, um den Wert einer Immobilie aufrecht zu erhalten, kann man auf eine längerfristige Kreditlaufzeit setzen. Das gilt bei Haussanierungen, Wärmedämmungen, Solaranlagen und Wohnungsmodernisierungen.