Zinsen / Zinssätze bei Ratenkrediten

Die Zinsen für einen Ratenkredit werden von der Bank bei Abschluss des Kreditvertrages festgelegt. Die Zinssätze können sich daher während der vereinbarten Laufzeit nicht mehr ändern. Da die Zinsen die größte Kostenposition bei Ratenkrediten darstellen, geben sie den Ausschlag für oder gegen ein Institut.

Allgemeine Faktoren für Zinssätze

Generell richten sich die Zinsen, die für einen Ratenkredit berechnet werden, nach dem allgemeinen Zinsniveau. Dieses wird in Deutschland und Europa von der Europäischen Zentralbank (EZB) festgelegt. Das Zinsniveau orientiert sich hierbei an der Wirtschaftslage im Euroraum sowie an der berechneten Inflation oder zu erwartenden Inflationsgefahr. Sofern die Inflation moderat ist und die Wirtschaft brummt, werden die Zinsen vermutlich steigen, um die Inflation nicht weiter anzuheizen und Kreditaufnahmen zu verteuern. Im gegenteiligen Fall jedoch, wenn zum Beispiel eine Rezession droht, werden Zinssätze gesenkt, um Investitionen für Unternehmen zu einem günstigeren Preis zu ermöglichen. Das wirkt sich auch auf Verbraucherkredite aus, so dass dann auch bei Ratenkrediten ein niedrigerer Zinssatz zu zahlen ist.

Ratenkreditrechner mit aktuellen Kreditzinsen


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Allerdings nehmen auch andere Faktoren Einfluss auf den Nominalzinssatz bei Ratenkrediten. Dies sind sowohl die Laufzeit der Rückzahlung wie auch die Kredithöhe. Bei einer langen Laufzeit werden von Banken in der Regel höhere Zinsen berechnet als bei kurzen Laufzeiten. Der Grund liegt in der verstärkten Nachfrage für lange Kreditlaufzeiten, weil dort die monatliche Rate für den Verbraucher geringer ist. Die Bank muss hingegen das Ausfallrisiko auf einen längeren Zeitraum verteilen, wobei auch die Verwaltung „in die Länge gezogen“ wird. Das lässt sich eine Bank für gewöhnlich bezahlen.

Dass bei Darlehen für Konsumkredite die Zinsen ab Kreditbeträgen von etwa 10.000 Euro wieder gesenkt werden, ist nicht mehr der Fall. Auch wenn der Bearbeitungsaufwand zunächst einmal genauso groß ist wie bei einem 3.000 Euro Kleinkredit, gibt es keine niedrigeren Zinssätze für hohe Kreditsummen. Die günstigeren Zinsen gibt es vorwiegend bei kurzen Laufzeiten. Mit unserem Ratenkredit-Vergleich können Sie leicht prüfen, wie sich die Kosten bei verschiedenen Laufzeiten verändern.

Kundenspezifische Faktoren

Neben diesen allgemeinen Faktoren ist aber auch die Bonität jedes einzelnen Kunden für die Ermittlung seines persönlichen effektiven Jahreszinses entscheidend. Der Grund hierfür liegt in den strengen Eigenkapitalrichtlinien der Banken. Demnach erhöhen die Banken die Kosten, wenn ein Kreidtnehmer ein höheres Risiko aufweist. Sofern also eine durchschnittliche Bonität ermittelt wird, sei es aufgrund eines geringen Einkommens oder weil bereits ein Ratenkreditvertrag besteht, werden dem Kunden Zinsaufschläge berechnet. Diese können bei 5% p.a. im Vergleich zum günstigsten Zinssatz liegen.

Eine genaue Angabe über die Höhe des effektiv zu zahlenden Zinses erhalten Kunden daher erst nach Prüfung aller relevanten Unterlagen sowie Abfrage der Schufa-Daten. Als weiteres Kriterium für die Höhe der Zinsen spielt natürlich auch der Kreditgeber eine wichtige Rolle, denn dieser will mit den Zinsen seine Kosten abdecken und Geld verdienen. Da Direktbanken im Internet häufig geringere laufende Kosten aufweisen, können sie die Zinsen im Kreditvergleich zu Filialbanken vor Ort niedriger halten. Sie bieten jedoch keine Beratungsleistung.